Amazon hat vor Kurzem neue Funktionen für Alexa angekündigt, welche noch im Laufe des Jahres umgesetzt werden sollen. Dadurch soll Alexa benutzerfreundlicher werden und im Alltag nützlicher sein. Alexa arbeitet ab jetzt auch mit dem Musikstreamingdienst Tidal zusammen, greift auf Emails zu und hat das Flüstern gelernt. Einige Aufbesserungen im Bereich Multiroom-Funktionen wurden auch angekündigt. Diese neuen Funktionen könnten neue Käufer überzeugen und die Popularität von Alexa steigern. 

Verbesserte Alexa Funktionen 

Bislang mussten an Alexa gerichtete Befehlssprüche einzeln gegeben werden. Wenn man zum Beispiel gerade Musik hören wollte und das smarte Licht im Nebenzimmer ausgeschaltet werden sollte, musste erst der Befehl gegeben werden, Musik anzuschalten und erst nach dem Anschalten der Musik konnte man den Befehl zum Ausschalten des Lichtes geben. Mit dem neuen Update können beide Befehle vereint werden und sofort ausgeführt werden. Somit: “Alexa, halte bitte die Musik an und schalte das Licht im Nebenzimmer aus.” 

Künftig kann man mit Alexa auf seine Emails von Gmail, Hotmail oder Outlook zugreifen. Der Sender der Email kann angesagt werden und es wird spekuliert, dass auch ein Vorlesen der Emails möglich sein wird. Die Fähigkeiten dazu hat Alexa auf jeden Fall schon, das merkt man, wenn man sich ein Kindle-Buch vorlesen lässt. Das macht Alexa zum Teil schon richtig gut.  

Amazon Alexa lernt das Flüstern 

Um andere Anwesende nicht zu stören, hat Amazon den Flüsterton integriert. Sobald der Nutzer im Flüsterton mit Alexa spricht, antwortet Alexa auch im Flüsterton. Außerdem kann Alexa mit den neuen Nutzerdaten in der Zukunft Personen an bestimmte Sachen erinnern, wenn der Nutzer eine bestimmte Phrase sagt, wie zum Beispiel „Guten Morgen“ oder „Hallo“.  

Amazon Alexa unterstützt Tidal 

Alexa unterstützt jetzt auch den Musikstreamingdienst Tidal. Anbieter von anderen Musikstreamingdiensten soll es auch erleichtert werden, Alexa einzubauen mit Hilfe von einer Music-Skill-API. Alexa kann nun auch Amazon Music Kunden an das Erscheinungsdatum von Alben ihrer Lieblingskünstler erinnern. 

Amazon Alexa Multiroom-Funktionen 

Des Weiteren wurden neue Multiroom-Fähigkeiten angekündigt. Mit zwei gleichen Echo-Lautsprechern kann man von nun an Stereopaare einrichten und ein Lautsprecher ist nun nicht mehr auf eine Multiroom-Gruppe beschränkt, sondern kann in mehrere Gruppen hinzugefügt werden (endlich). Zudem soll nun die Multiroom-Funktion Alexa-Lautsprechen von Drittanbietern zur Verfügung stehen, darunter die Command Bar von Polk, die wegen ihres Klangs bekannt ist.  

Alltägliche Funktionen

Standortdaten können mit den neuen Updates mit Alexa-Funktionen und Routinen kombiniert werden. An bestimmten Standorten können also nun bestimmte Alexa-Funktionen automatisch aufgerufen werden. Höchstwahrscheinlich werden hierfür die Standortdaten vom Handy genutzt. In Alexa-Routinen können nun Zeitfenster für bestimmte Funktionen bestimmt werden. Auch Temperaturen und Bewegung können nun bestimmte Funktionen auslösen.  

Echo-Show-Geräte sollen bald auf das Kamerabild einer smarten Türklinke zugreifen können, sodass man die Person an der Haustür identifizieren kann und sich mit ihr unterhalten kann ohne wirklich an die Haustür gehen zu müssen. Für diese Interaktionen sollen auch Alexa-Routinen festgelegt werden können.  

Amazon Alexa als Alarmanlage  

Die Echo-Geräte sollen in Zukunft auch als Alarmanlage bei zum Beispiel Einbruch oder Feuer dienen. Wenn Alexa Bescheid gegeben wird, dass man das Haus verlässt, kann Alexa aktiv auf ungewöhnliche Geräusche achten und im Notfall den Nutzer auf dem Smartphone benachrichtigen.  

Falls mal die Internetvebindung nicht funktioniert, sollen bestimmte Smart-Home-Komponente noch über Sprachsteuerung benutzt werden können. Dies ist aber nur mit Echo-Geräten mit Smart-Home-Hub möglich (Amazon Echo Plus, neuer Amazon Echo Show).  

Neue Amazon Alexa Funktion sollen bis Ende des Jahres umgesetzt werden

All diese Verbesserungen sollen noch dieses Jahr implementiert werden. Welche Neuerungen nur in den USA und welche auch in Deutschland implementiert werden ist noch offen. Es gibt auch Diskussionen darüber, dass manche Updates nur Echo-Geräten betreffen werden. So könnte Leute mit Alexa-Geräten von Drittanbietern eventuell im Nachteil sein.